Solche Begriffe wie VR Tour, Virtual Reality, 360 Grad Foto oder Panoramafoto sind inzwischen sehr häufig im Gespräch und ganz und gar keine Seltenheit mehr. Gehört haben diese Begriffe schon viele Menschen. Was sie genau bedeuten und vor allem, dass das Eine nicht zwangsläufig etwas mit dem Anderen zu tun hat, wissen viele jedoch noch nicht. Ein Fehler, den wohl die meisten von ihnen machen: Eine VR Tour hat nichts mit einer Virtual Reality 360 Grad Tour zu tun.

Zeichnung von Person mit VR Brille auf, der gerade eine VR Tour macht

Was genau ist Virtual Reality 360?

Unter Virtual Reality ist im Allgemeinen eine durch einen Computer gerenderte Realität zu verstehen. Das heißt also, Sie können zwar tatsächlich laufen, springen und sich beliebig bewegen. Dabei befinden Sie sich aber nicht etwa in zum Beispiel Ihrem eigenen Wohnzimmer, sondern in einem simulierten Gelände. Hier können Sie dann in der Regel sogar mithilfe spezieller Ausrüstungsgegenstände, etwa einem Controller, direkt mit den dargestellten Objekten interagieren, also beispielsweise Möbel verschieben.

Relativ ähnlich, jedoch dennoch etwas anderes, ist die VR Tour. Eine solche Virtuelle Tour kann mithilfe einer 36 Grad Kamera erstellt werden. Zunächst entstehen mit ihr mehrere einzelne 360 Grad Panoramafotos oder auch 360 Grad Videos. Diese werden anschließend zu einer VR Tour zusammengefasst.

Der genaue Unterschied zwischen Virtual Reality und einer VR Tour ist damit recht einfach erklärt. Wie hieran zu erkennen ist, eigenen sich VR Touren vor allem dafür, bereits bestehende Objekte, etwa ein bestehendes Geschäft, real zu erfassen und dies ebenso real wiederzugeben. Eine direkte Interaktion innerhalb dieser VR Tour ist jedoch normalerweise nicht üblich. Die Virtual Reality hingegen ist insbesondere dort sehr stark, wo eine Umgebung noch nicht existiert, wie etwa zur Begehung eines Gebäudes, das bisher nur auf dem Papier existiert, jedoch noch nicht gebaut wurde.

Mann der gerade eine VR Tour macht

Beide Varianten, die Virtuelle Tour und auch die Virtuelle Realität, haben durchaus eine Gemeinsamkeit. Ob nun simuliert oder real: Mithilfe einer VR Brille kann der Betrachter noch tiefer in die Inhalte eintauchen, als wenn er sich lediglich ein gewöhnliches Foto oder Video auf einem Computermonitor betrachten würde. Das Gefühl, sich inmitten des Geschehens zu befinden, wird dadurch enorm verstärkt, dass dieser vollständig von seiner virtuellen Umgebung umschlossen wird und seine reale Umgebung, etwa das heimische Wohnzimmer, vollkommen ausgeblendet wird.

Weitere Gemeinsamkeiten sind die Möglichkeiten der Interaktion innerhalb einer virtuellen Tour, die es inzwischen gibt. Auch wenn die Art der Interaktion mit Objekten innerhalb einer VR Tour oftmals doch etwas anders ausfallen können als in einer vollständig simulierten Umgebung, so ist es mittlerweile doch möglich, auch in einer realen VR Tour mit seiner Umgebung zu interagieren.

Handelt es sich nun also bei einer VR Tour um Virtual Reality?

Ohne große Umschweife: Nein. Eine VR Tour ist keineswegs mit einer virtuellen Realität zu vergleichen. Grund dafür ist vor allem die fehlende Echtzeitberechnung der Umgebung bei einer VR Tour. Schließlich wird hier lediglich das, was mithilfe einer 360 Grad Kamera aufgezeichnet wurde, dargestellt und der aktuelle Betrachtungswinkel neu berechnet, wie dieser auch zum Zeitpunkt der Aufnahme war. In der Virtual Reality hingegen können beispielsweise auch völlig neue Objekte gerendert werden, die es zu Beginn noch gar nicht gegeben hatte. In einer VR Tour kann der Betrachter das gezeigte Geschehen also nicht aktiv verändern, was hingegen in der Virtual Reality sehr wohl möglich ist.